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Ashtanga-Lob
Alignment
Feste Feiern


active alignment – Erklärung einiger Dinge      [1]

 

Alignment beschreibt den Prozess der Ausrichtung der Gelenke zueinander zugunsten ihres gesundheitsfördernden Zusammenspiels.

Wie tröstlich und harmonisch, gut durchdacht und abschließend-wissend das Statement auch wirkt – es bleibt um Längen zu kurz gegriffen und vollständig oberflächlich.

Bevor wir sinnvoll an der Ausrichtung der Gelenke zueinander arbeiten können, ist die Ausrichtung unserer geistig/psychischen Strukturen notwendig, denn ohne Ausrichtungsarbeit am Manas kommen wir im Alignment des Körpers nicht sonderlich weit. Alignmentarbeit beruht auf der individualitätsbefreiten Wahrnehmungsfähigkeit des Geistes, der buddhi oder der "Purusha-Fähigkeit", die geweckt, gepflegt und erweiternd erhalten werden muss, um leichtes, genaues Sehen am Körper zu ermöglichen. Die geduldig forschende, neutrale Wahrnehmungsarbeit am Körper beginnt also weit vorher, indem wir das 1. Kapitel der yoga-sutras verinnerlichen, seinem Inhalt Raum zur Entfaltung in uns gestatten und seine Aussagen als konkrete praktische Anleitungen begreifen. Die Unausweichlichkeit dieser Arbeit manifestiert sich in der Qualität – ihre Kenntnis macht den Unterschied zwischen Alignment und vermeintlichem Alignment aus.

Jedes asana unterliegt in seiner gesundheitsfördernden Ausführung der vorgesehenen natürlichen Ausrichtung der Gelenke zueinander. Wie sollen sich die Gelenke natürlich zueinander ausrichten?  Welches Individuum  der Neuzeit weiß um die Natürlichkeit  seiner Gelenksausrichtung?
Damit sich ein Körper in optimaler Weise bewegen kann, ohne sich auf Dauer zu schädigen, muss er sich in jeder Position an Grundregeln halten,  die die Gelenke der Füße, der  Knie, des  Beckens, der Schultern, der Krümmung der Wirbelsäule, die Bauchmuskeln, den Beckenboden  und  deren aller Gleichgewicht in der Muskulatur in das optimal vorgesehene Verhältnis zueinandersetzen. Abbildungen dazu gibt es in Hülle und Fülle, doch obwohl immer wieder besprochen und abgebildet, in Ausbildungen gelehrt und vermeintlich reproduziert wird, läuft ein Mangel auf. Nach der Vielzahl der zu diesem Thema gesagten Worte und gezeigten Abbildungen müsste die Welt, und vor allem die Yogawelt, maximal gesund sein. Wieso ist sie es nicht? Sehen Yogalehrende weder bei sich noch bei ihren Schülern das Gelenk des Körpers, das nicht im Alignment steht? Dies muss wohl so sein. Ein erneutes Bild ist im individuellen fühlenden Verstand entstanden, das das alte individuell gefühlte ersetzt hat, ohne dass es ein gewahrendes buddhi-Bild geworden wäre. Dies ist überaus menschlich, doch ist bekanntes menschliches Verhalten, für das wir Mitgefühl entwickeln sollen, yogisch?

... wird fortgesetzt


[1] Pablo Neruda