Tribals
sind die Ureinwohner/innen Indiens. Nach Forschungen von Dr. Halemane im Institute of Indian Languages in Mysore sind sie möglicherweise noch vor der Trennung der Kontinente über den Landweg aus der Buschmännerkultur Afrikas zu Fuß nach Indien ausgewandert, genauso wie die alte Bevölkerung Australiens.Ihr Lebensraum waren und sind die dichten Wälder, ihre Gottheit die Natur in allen ihren Formen. Sie sind detaillierte Kenner und Nutzer von allen Pflanzen zu Genuss oder Heilung.
Leider werden sie in Indien kaum besser behandelt als in Australien. Sie wurden in reservatähnliche, jedoch rechtlose Kleingebiete zusammengepfercht, wo sie ihrem ehemaligen Lebensraum, dem Dschungel, nahe sind. Jedoch wird ihnen meist aufgrund von Industrieprojekten oder Wohnbauprojekten immer mehr Land abgenommen. Dadurch wird ihr Lebensgebiet eingeschränkt. Die Landenteignungen sind häufig illegal, bieten nicht den korrekten Gegenwert und basieren auf Korruption. Die Tribals sind bitterarm und am untersten Ende der Kastenhierarchie eingeordnet, bzw. kastenlos, was sie in den Augen traditioneller Hindus zu Unberührbaren macht, genauso wie die "foreigners", wir nämlich, die Kastenlosen aus der Fremde, den Ländern der Dämonen, wozu nach Kandha 2 des amarakosha bereits ganz Südinden südlich des Vindhyagebirges gehört.
Doch mittlerweile haben sie sich teilweise organisiert und kämpfen gemäßigt für ihre Rechte zum Überleben.
Deccan Herald, Mysore, Sonntag 1.4.07 infos-eig. Text
So protestierte die District Tribals Association letzthin erfolgreich in der Region Chamarajnagar in Karnataka gegen die Beschuldigung, Feuer im Wald gelegt zu haben. Nach Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Brände von interessierten Landkäufern gelegt worden waren, die die Waldbewohner gezwungen hatten,Feuer in einem geschützten Aufforstungsgebiet zu zünden, die Tat auf Video aufgenommen hatten und als Beweis für die Schädlichkeit und Unverantwortlichkeit der Tribals benutzten.Eine offizielle Gegendarstellung von Regierungsseite wurde erkämpft.
Deccan Herald, Mysore, Samstag 24.3.07 infos-eig. Text
Eine Aktivistin der Anti Land Aquisition Front (BUPC) wurde in Nandigram brutal zusammengeschlagen wegen ihrer Zugehörigkeit zu der entsprechenden Gruppe, die offensichtlich der CPM nahesteht (den "Maoists")und ihre aktive Rolle bei den Protesten gegen die Enteignungen. Am 14. März war es bereits zu Zusammenstößen der BUPC und der Polizei mit 14 Toten und vielen Verletzten gekommen.Die Landenteignungen sind für die Errichtung einer "chemical hub" und eines "SEZ" vorgesehen.
Während der Kämpfe des 14 März wurden von der Polizei mehrere Frauen vergewaltigt.
Am 15. Februar 08 waren die indischen Zeitungen voll von Fotos und Berichten, wie sich der australische Ministerpräsident bei der Vorsitzenden der Aborigines-Organisation für das Unrecht entschuldigt, das ihnen von den Besetzern des Landes angetan wurde. Dies müssen wohl auch die Leute in Indien zusammen klarkriegen, wer wem was angetan hat. Noch wagt man nicht, über das Thema zu sprechen.
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